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Enno auf Reisen zum Bloggertreffen 2013 in Kölle

tl;dr: Ich freue mich auf jedes einzelne dieser Leute-aus-dem-Internet-Meetups. Doch das Bloggertreffen 2013 war das beste bisher. Viele Leute, viel gelacht, viel gequatscht.

Ich war am Wochenende in Köln. Bloggertreffen. Das ist so eine Versammlung, bei der die ganzen auf ihre Tastatur einhämmernden Computeropfer mal den Weg aus ihren dunklen Kellern ans Tageslicht finden. Und es war großartig.

Windschnittige Frise

Veranstaltungsort war ein gemütlicher Jugendtreff, der bei besserem Wetter auch Trampolin, Tischtennisplatte und Basketballkorb bereit gehalten hätte. Der Spielplatz draußen diente wenigstens noch als Aussichtsturm beim kollektiven Besäufnis. An dem ich mich übrigens diesmal nicht beteiligt hab. Wie sich herausstellen sollte eine gute Entscheidung. Ich wäre sonst nicht rechtzeitig aus dem Bett gekommen um meinen Zug zu erwischen.

Die Deutsche Bahn a.k.a. irgendwas ist immer

Apropos Züge: was ein Erlebnis. Statt wie letztes Jahr günstig mit Mitfahrgelegenheiten in den Regionalzügen rumzutuckern, habe ich mich diesmal für die etwas kostenintensivere Variante des ICs entschieden. Keine Umsteigerei, 6 statt 8 Stunden und Strom. So war der Plan.

Erstmal: Sitzplatzreservierung my ass. Statt der Möglichkeit einen Fensterplatz zu wählen hätte ich lieber auf eine funktionierende Steckdose bestanden. Auf dem Hinweg habe ich mich umgesetzt um ein Abteil mit Strom zu finden. Auf der Rückfahrt befinde ich mich gerade und habe noch 2,5 Stunden Restakku. Ich hoffe, dass der Zug im Laufe der Fahrt noch etwas leerer wird, damit ich mich auch hier irgendwo hinsetzen kann, wo ich meine hungrigen Akkus etwas füttern kann.

Der Rest ging aber recht sauber vonstatten. Keine größeren Verspätungen, auch meine in mäßiger Qualität gedruckten Online-Tickets1 wurde ohne Probleme akzeptiert.

Update: Da lobste die Bahn einmal… Nach der Häfte des Weges musste ich in Hannover in einen völlig überfüllten ICE umsteigen, der mich nach Magdeburg brachte, von wo aus ich dann nach Leipzig konnte. Grund: Personenschaden. Statt 19 Uhr war ich somit erst 21 Uhr zu Haus, dort dann aber umso glücklicher.

Das Bloggertreffen und meine Highlights

Vlad Vlad

Auch dieses Jahr war eines meiner absolut besten Gespräche das mit Vlad a.k.a. Perun. Ich finde es schon erstaunlich, dass er sich überhaupt auf so einer Kinderveranstaltung (so muss es zumindest auf ihn wirken) nicht nur blicken lässt, sondern auch halbwegs wohlzufühlen scheint. Wir haben über vieles gesprochen. Leben und Tod, das Älterwerden, Frauen und natürlich auch über berufliches und Webentwicklungsgedöns. Ich hoffe – und jetzt wird es schnulzig – dass ich in 15 Jahren mal auf mein Leben und meine Entwicklung zurückschauen kann und dabei so zufrieden und angekommen bin , wie Vlad es zu sein scheint. Und mal ganz ehrlich: wo zur Hölle kann man sich diese Masse an Grundsympathie kaufen?

Charles Charles

Charles2 sollte man mal kennengelernt haben. Er ist durch seine auch gern mal die Grenze überschreitende Art vermutlich sehr polarisierend, aber sorgt für eine Menge Spaß. Und zwischen den vulgären Ausrastern und der Fast-Zerlegung des Kickertisches kann man auch ziemlich gut mit ihm quatschen. Definitiv einer meiner Lieblingsinternetmenschen.

Till Till

Leonie Leonie

Till muss man einfach liebhaben. Er ist der Typ Knuddelbär. Selbst sein Viking-Metal-Bart kann ihm nicht genug Badassness verschaffen, als dass es von seiner lieben Art ablenken könnte. Zum zweiten Mal in Folge der beste Gastgeber, den ich mir wünschen konnte. Diesmal im Kombopack mit seiner zuckersüßen Leonie noch mehr denn je.

Achisto Achisto

Daniel Daniel

Viel zu kurz habe ich Achisto und Daniel gesehen. Dafür aber habe ich einen Zaubertrick gelernt, der angeblich Mädels in die Kiste bringen soll. Details gebe ich gegen geringes Entgelt preis.

Ich habe einem Spagat im Stehen auf einer Bierzeltgarnitur beiwohnen können. Was mich auch direkt zu Tobi bringt – natürlich totally unrelated.

Tobi Tobi

Wir folgen uns zwar bei Twitter, haben aber nie so wirklich viel miteinander zu tun gehabt. Ist auch gar nicht soooo überraschend, da er sich für viel Zeugs interessiert, was mir relativ am Hintern vorbeigeht. Andersrum genauso. Ich kann mich genauso wenig für die Londoner U-Bahn und 93 Meganewton Irgendwasmaschinen begeistern, wie er für Sublime Text Plugins und Automation am Mac. Trotzdem können wir über die gleichen Dinge lachen und er trägt eine ziemlich große Mitschuld daran, dass der Abend für mich so cool wurde, wie es letztenendes der Fall war.

Lukas Lukas

Lukas ist groß. Es ist immer seltsam, wenn große Leute wie ich nach oben schauen müssen. Ich kannte ihn auch schon vorher ein bissl besser durch Twitter und ein paar Podcast-Intermezzos. So gut, dass ich hin und wieder einen fiesen Kommentar abgelassen hab. Das ist – für die, die mich nicht kennen – meine Eigenart: wenn ich mich wohl fühle und meinem Gegenüber vertraue, lass ich solche Sprüche ab. Also Lukas, nicht böse nehmen. Ist eher ein Kompliment.

Ein weiteres Highlight: ich hab Sail von Awolnation gehört. Jeder Abend wird durch diesen Song besser.

Die Organisatoren und mehr

Natascha Natascha

Andi Andi

Florian Florian

Ich hab Natascha wiedergesehen, die mir übrigens einfach eine frisch eingeschenkte Cola geklaut hat. Auch Andi, dessen Business-Fähigkeit mir Komplexe verschafft. Und Flori, der auch ein verdammt lustiger Geselle ist. Danke für die Organisation, ihr 3 :)

Bisher viel zu wenig Tribut an die Mädels, oder?

Kathi Kathi

Becks und Lori Becks und Lori

Sumi Sumi

Darya Darya

Guddy Guddy

Meike Meike

Catharina Catharina

Kathi sollte eine Disturbed-Cover-Band aufmachen, Becks und Lori einen Fanclub für genau alles und jeden. Außerdem habe ich gelernt:

Erst kommt die 3-Sekunden-Regel, dann die 5-Sekunden-Regel und dann die Dreck-reinigt-den-Magen-Regel.

Dass ich mit Sumi nicht zum Reden gekommen bin, bereue ich ich ein bisschen. Dafür konnte ich ein wenig mit Darya rumulken. Und mit Guddy. Jeder kennt Guddy. Und Meike ist eine coole Socke, auch wenn ihr hier kein Bild von ihr seht. Und die MacBook-Meckerei3 von Catharina war auch recht unterhaltsam.

Johannes Johannes

Alex Alex

Christian Christian

Apropos Mac: Johannes ist euer Mann. Und Alex ist im Reallife gar nicht soooo scheiße. Und Christian kann mit Promille im Blut nachts um halb 2 nen HandKopfstand Like A Boss hinlegen. Und alle anderen waren auch dufte, verdammt. Irgendwen vergess ich sowieso.

Fazit

Das ganze #BTK13 war fett. Das anfängliche Nichtfinden, dann die Straßenbahnbesetzung durch gut 20 Blogger, das Kickern (endlich zahlt sich das Praktikum aus), das Billarden (don’t mess with Coca!), bei dem mir übrigens ein epischer Trickshot gelungen ist. Gäbe es überall Google Glass, hätten wir jetzt sicher ein Video davon.

Ich mochte die vielseitige Schaar an Leuten, die Gespräche, die ab und zu sogar funktionierende Twitterwall, die Beschallung über Jeder-ist-mal-DJ-dank-Spotify (inklusive System Of A Down, Avenged Sevenfold und Slipknot), den Nacho-Salat (!) und Getränke für umme. Ich wurde 4 mal auf die Wange geküsst, 50% davon sogar von Mädchen4. Und ich hab ein lila Shirt vom Bloggertreffen, muahahaha! Apropos Shirts: bestellt euch das Bisasam-Shirt von Qwertee, wenn ihr es irgendwo her bekommt, Jungs.

Aber guess what, es war nicht alles Regenbogen und Eierkuchen. Erstmal hat mich das Wochenende mit allem drum und dran doch mehr Geld gekostet als ich erwartet hätte. Das reudige Wetter trug sicherlich seinen Teil dazu bei, dass wesentlich weniger Leute da waren, als ich gehofft hatte. Dementsprechend gibt es auch weniger Fotos, wobei wir da auch sehr verwöhnt vom PmDD#12 letztes Jahr waren.

Für die Stalker: wunderbare Fotos gibts von Darya und Till. Enjoy!

Trotzdem: oh Boy, bin ich nächstes Jahr wieder dabei. Dann möchte ich aber endlich wissen, wer verdammt noch mal Pablo ist. Wirklich.


  1. Allein es so zu schreiben, lässt mich schon schäumen vor Wut. Online-Tickets, die ausgedruckt werden müssen. Schon klar, das online bezieht sich hier auf den Kaufort. Aber: warum the Fuck muss ich den Schrapel ausdrucken? Warum kann ich den reudigen QR-Code nicht einfach auf meinem iPhone oder Mac zeigen. Für’s iPhone bräuchte ich ein extra Handy-Ticket. Ein Online-Ticket kann man dabei natürlich nicht in ein Handy-Ticket umwandeln. Und kommt bloß nicht auf die Idee ein Handy-Ticket auf einem Tablet oder Laptop vorzeigen zu wollen. Das widerspricht den Beförderungsbestimmungen der Bahn und ist daher nicht zulässig. Das ist und bleibt ein reudiger Drecksverein. Leider ohne wirkliche Alternativen. Dafür war der Mensch am Leipziger Infostand sehr, sehr nett zu mir. Auch wenn er einen Datendurchsatz von so 2-3 Buchstaben sowohl für Lese- (mein Ticket) als auch für Schreibvorgänge (am Rechner) hatte. Aber ich war überpünktlich (klingt komisch, ist aber so), weswegen das kein Problem darstellte.

  2. Jaja, alle Welt sagt Coca und es klingt auch viel Web 17.0-iger. Aber ich denk da immer unweigerlich an Coke und Kokain. Deswegen Charles. Bisher hat er mich noch nicht verhauen. Zumindest nicht deswegen.

  3. Mac…erei… hehe

  4. Verlorene Wette und Junggesellinenabschied.

26. August 2013