Schlagzeilen

Und sonst so – Januar 2018

Folgendes: mit Beginn des Jahres wollte ich anfangen die Geschehnisse in meinem Alltag hier etwas öfter zu protokollieren. Mehr bloggen wollen fast alle, die einen Blog besitzen. Kunden, die diesen Wunsch äußerten, äußerten auch gesünder essen, mehr Sport machen und Dinge endlich angehen jappajaja-jippie-jippie-jay.

Und sonst so als neue Rubrik

Mir ging es aber darum einen regelmäßigen Rückblick zu verfassen, ohne konkreten Aufhänger. Klassisches Bloggen quasi. Wöchentlich war von Anfang an nicht drin, dazu passiert nicht genug. Monatlich war ein Gedanke, dann auch vierteljährlich, aber auch unregelmäßig, d.h. abhängig davon, wie viel es zu erzählen gibt, waren Optionen.

All die Überlegungen waren rückblickend für den Popo, denn jetzt ist die erste Hälfte des Jahres fast wieder um und bisher hat gar nichts in dieser Form das Licht der Welt erblickt. Nach etwas hin und her habe ich mich dafür entschieden, besagten Rückblick monatlich zu machen, meinetwegen auch mit etwas Abstand um den “ich hab den Rückblick schon wieder nicht rechtzeitig geschafft”-Frust zu vermeiden. In diesem Fall z.B. 4,5 Monate Abstand, d.h. Januar 2018 wird der erste in diesem Format abgefertigte Monat.

Das ganze nenne ich “Und sonst so”. Früher hieß ein überregional bekannter Podcast so. Der Name ist allerdings seit einiger Zeit vakant, darum schnappe ich ihn mir.

Bitte lächeln

Im November letzten Jahres stattete ich Rostock einen Besuch ab. Den passenden Mietwagen dafür hatte ich sehr früh gebucht. Nun ahnen pfiffige Lesende bereits anhand der Überschrift, was unausweichlich passieren musste. Einsam auf der Autobahn, zu später Stunde, in absoluter Dunkelheit fuhr ich in eine baustellenbedingte 60-Zone, hinter mir ein ungeduldiger LKW. Ich bin ein zu empathischer Autofahrer. Statt den LKW-Fahrer durch ordnungsgemäßes fahren dazu zu zwingen mich überholen zu müssen, wollte ich dem armen Typen – er hatte sicher einen harten Tag und strenge Deadlines – diese Bürde abnehmen und bin etwas schneller gefahren. Dem Blitzer gefiel das. Auch, dass mir die Warnung vor besagtem Blitzer entgangen ist.

Nun kann ich auch “Punkt in Flensburg” von meiner Bucket List streichen, da ich die Mitteilung über eben diesen als Neujahrsgruß im Briefkasten hatte.

Wo ist Fred?

Ich darf einen Neuankömmling in unserem Haushalt vorstellen: Fred (Kurzform von “Alfred”), unseren Staubsaugerroboter. Er ist super flach, darum kommt er auch unter unseren Fernsehtisch und die Couch. Allerdings haben die Hersteller die geringe Höhe vor allem durch Einsparen von Hirnmasse erreicht, denn Fred ist nicht die hellste Kerze auf dem Kuchen. Er findet regelmäßig neue Stellen, in der Wohnung, in denen er stecken bleibt. Was er jedoch nur sehr selten allein findet, ist seine Aufladestation. Wir haben ihn trotzdem lieb. All Freds Are Beautiful!

Fred am kuscheln

Gesangsunterricht 2.0

Der 9. Januar sah die Wiederaufnahme meines Gesangsunterrichts, allerdings bei einem anderem Lehrer als letztes Jahr. Besagter Lehrer kommt jedoch aus Denver, d.h. die Gesangsstunden erfolgen über Skype. Konnte ich mir anfangs selbst nicht vorstellen, aber das funktioniert doch ganz gut. Zumal man durch Bildschirmaufnahme die einzelnen Stunden im Nachhinein erneut durchleben kann, sehr praktisch.

Archi-Cap

Guter Merch meiner Lieblingsbands ist schwer zu finden. Scheinbar haben alle die Freude an der Produktion gutaussehender Shirts verloren. Die Sachen, die gut aussehen, sind umso schneller ausverkauft, denn – oh Wunder – Fans stehen auf schickes Zeug. So geschehen, mit einem Cap der Architects. Kurz im Angebot, ruckzuck ausverkauft, zack fertig, trauriger Enno. Da ich aber die allerbesteste Frau an meiner Seite habe, hat selbige die Mütze für mich anfertigen lassen.

Das ist zwar markenrechtlich fragwürdig, aber hey: 1. selbst Schuld, 2. ich zahl Geld für jedes Konzert, das sie in der Gegend spielen, und 3. ich mach freiwillig Werbung für die Band. Also, lasst mich und mein neues Lieblings-Cap in Ruhe.

Die Mütze aller Mützen

Da die netten Menschen aus der ich nenn es jetzt mal Stickerei aber mit dem Weihnachtsgeschäft überfordert waren, gab es das Cap für mich als Überraschung im neuen Jahr. Mein The Ghost Inside Cap ist neidisch, aber das sollen die beiden unter sich aus machen, während sie an mützenfreien Tagen an der Garderobe nebeneinander liegen.

Einfach gute T-Shirts

Aufgrund des angesprochenen Mangels an hübschen Bandshirts und dem Vorhaben mein Klamottengeld nur noch möglichst nachhaltig produzierter Kleidung hinterher zu werfen, habe ich mir 3 Shirts beim Leipziger Shop Coromandel bestellt. Die Motive sind schick, die Shirts super geschnitten und ich kann den Laden uneingeschränkt weiterempfehlen.

Pocket Panda

Farewell iPhone 5

Auch wenn ich mich lange dagegen gesträubt habe, war es an der Zeit meinem iPhone 6 aus dem Jahre 2014 Lebewohl zu sagen und gegen ein shiny iPhone 8 einzutauschen. Und nein, natürlich nicht gegen das iPhone X, denn irgendwo muss der Geiz auch mal anfangen. Deshalb hab ich das gute Stück auch bei eBay erworben, wo ich aus mir noch immer unerklärlichen Gründen die Mehrwersteuer gespart habe, aber psssssssst.

Was soll ich sagen? Bei jedem neuen iPhone gibt es diese Honeymoon-Phase, wo alles wunderbar ist, weil schneller, schicker und rund um die Uhr rosa. Ich find’s so großartig. Schnelle iPhones sind die besten iPhones. Farbmäßig finde ich die Product Red iPhones tatsächlich noch um einiges hübscher. Aber 1. gab es die zu dem Zeitpunkt nicht und ich wollte nicht mehr warten, 2. bilde ich mir ein, dass die aufgrund ihrer auffälligen Farbe noch mal eher geklaut werden und 3. packe ich eh eine hässliche Hülle um der Gerät, weswegen die Farbe maximal egal ist.

Gleichzeitig habe ich – weil ich mir meiner Verantwortung als IT-Beauftragter in unser Beziehung bewusst bin – meiner Herzensdame auch nahegelegt sich ein neues Gerät zu holen. Das bedeutet aber auch, dass mein an sie vererbtes iPhone 5 nun einen neuen Besitzer außerhalb unseres Haushalts finden würde. Nach 5 Jahren. Es war damals das erste iPhone, das ich neu kaufte und komplett selbst bezahlte. Das erste, was ordentliche Fotos machte, so dass ich anfing Day One zu nutzen. Das Masterstudium hatte gerade begonnen. Hach. Those were the days.

iPhone 5

Deswegen war das Wegschicken des 5er auch ein wenig bedeutungsvoller als der Abschied vom 6er. Tatsächlich gelangte es für einen kurzen Zeitraum wieder zurück in meine Hände, da ich den Akku noch erneuern ließ. Aber nun ist’s final bei seinem neuen Besitzer. Mach’s gut, iPhone 5 👋

Rostock… again

Ich unternahm einen weiteren Trip nach Rostock, um all jene zu sehen, die bei meinen letzten Besuchen etwas zu kurz kamen. Ich habe 4 Tage bei meinen Großeltern verbracht, für die es glaube ich recht seltsam war, dass ich an zweien davon noch Arbeit erledigen konnte – obwohl ich doch ganz weit weg vom Büro in Leipzig bin. Ihr Kater ist leider nach wie vor sehr scheu. Meine Allergie hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen all seine Macht zu demonstrieren. Ein Hoch auf Loratadin, mein Zaubertrank in solchen Situationen.

Die Fahrt dorthin war im Übrigen gruselig, viel Schnee und Unwetterwarnung sei Dank. Beim Versuch einen LKW zu überholen ist so viel Schnee auf der Frontscheibe gelandet, dass man nicht mehr durchschauen konnte. Wie gesagt, gruselig.

VW-Logo im Schnee

Aber am Ende doch heile angekommen und ein paar schöne Tage erlebt. Wenn auch viel zu kalt. Ich bin kein Winter-Kind. Wer auch immer den Winter erfunden hat: cleverer Move schöne Schneelandschaften derart zu glorifizieren, dass wir vor lauter Freude darauf immer wieder die darauf folgende Epidemie namens Ekelmatsch vergessen. Kalt, hässlich, rutschig. Das ist Höllenmaterie.

Hot Dogs im Wasserkocher

Manchmal hat jemand auf Arbeit unorthodoxe Ideen. Habt ihr euch schon mal gefragt, wie die Zubereitung von Hot Dogs im Wasserkocher aussieht? Nein? Trotzdem:

Hot Dogs im Wasserkocher

Endlich wieder Architects

Ende Januar durfte ich außerdem Counterparts, While She Sleeps und die bereits erwähnten Architects in der Berliner Columbiahalle sehen. Es war ein schöner Abend, vor allem auch die Tour hin und zurück, da wir zu 6t unterwegs waren.

Unterwegs mit Kerlen

Es war nicht mein liebstes Architects-Konzert bisher, aber nah dran. Spätestens durch die dann doch sehr emotionale Rede von Drummer Dan, der mit den Tränen kämpfend erzählte, wie er ausgerechnet in Berlin von der Krebsdiagnose seines Bruders erfuhr. Sänger Sam nahm ob der im Publikum entstehenden Unruhe ein Mikro in die Hand um seinen Unmut darüber zu äußern, nur um sich kurze Zeit wieder für seine Angepisstheit zu entschuldigen. Diese Jungs, ey ❤️

El Kobra

Da ich meine selbst zusammengebaute Gesangskabine nun doch aus meiner Wohnung haben – sorry, liebe Umzugshelfer von damals – aber nicht gänzlich auf eine möglichst hallfreie Aufnahmeumgebung verzichten will, habe ich mir einen Reflexionsfilter bestellt. Das gute Stück hört auf den Namen Aston Halo. Das Teil ist riesig, sieht etwas extravagant aus und wurde in unserem Haushalt aufgrund seines Erscheinungsbildes auf den Namen El Kobra getauft. 🐍

El Kobra

Kettcar in Machdeborsch

Zudem habe ich ein Kettcar-Konzert besuchen dürfen. Das fällt zugegebenermaßen eher in die Kategorie “Act außerhalb meiner Komfortzone”. Die frühen Projekte von Sänger Marcus Wiebusch um But Alive… und Rantanplan liegen mir eher. Trotzdem kann ich Konzerte auf verschiedenen Ebenen genießen. Ich schaue gern Publikum zu, das gerade die Zeit seines Lebens hat. Außerdem beobachte ich die Bands gern aus dem Winkel des Musikers, der eine seichte Idee davon hat, wie es ist dort oben zu stehen. War also durchaus eine gute Erfahrung.

Grace & Frankie Staffel 4

Grace & Frankie ist eine Serie von Netflix, die – grob zusammengefasst – auf oftmals unterhaltsame, manchmal auch tragische Weise das Thema Liebe im Alter beleuchtet. Es gibt mittlerweile 4 Staffeln und ich mochte jede Einzelne davon. Die letzte wurde im Januar gesuchtet und ich hätte gerne mehr davon. Und zwar zackig.

Sonntagsstimmung Neuseeland-Style

Im März sollte unser großer Neuseeland-Urlaub anstehen, dessen Planung etwas Konkretisierung bedurfte. Zwar standen die Unterkünfte schon länger, aber wir wollten aus all den Sachen, die wir machen könnten, noch mal filtern, was wir machen wollen. Hoffnung war, dass die Köpfe vor Ort dann etwas freier sind, da sich darum bereits gekümmert wurde. Gute Entscheidung, denn 2 Sonntage gingen komplett dafür drauf und sowohl meine bessere Hälfte als auch ich waren echt durch.

Und ja, ich habe noch vor den eigentlich Urlaub detailliert zu sezieren. Stay tuned.

teilAuto-Embracing

Als ich vor 10 Jahren nach Leipzig zog, tat ich dies mit dem Auto meiner Eltern, einem süßen Renault Twingo a.k.a Knutschkugel. Ein Auto zu haben ist hier und da praktisch, vor allem für größere Besorgungen (hust IKEA hust) oder wenn man in die Heimat fährt. Irgendwann wurde das Auto daheim aber dringender als bei mir benötigt. Seit dem lebt es sich auch ganz gut ohne. Anfangs dank Semesterticket mit kostenlosem ÖPNV, später dann auch mit dem Drahtesel.

Manchmal kommt man um ein Auto allerdings nicht drum rum. Für bestimmte Ausflüge und den Transport von Getränkekästen griff ich in der Vergangenheit auf Mietwägen zurück. Mir war auch irgendwann bewusst, dass es mit teilAuto einen Carsharing-Anbieter in Leipzig gibt, aber ich habe es mehrmals ausgeschlossen. Anfangs weil ich fälschlicherweise annahm, dass es nur mit monatlicher Gebühr geht, später weil das Angebot im Vergleich zu Städten wie Köln einfach abstinkt.

Es gibt ein ausgezeichnetes Netzwerk an teilAuto-Stationen, wo man sich ein Auto reservieren kann. Start- sowie Endzeit angeben und danach an der gleichen Stelle wieder abstellen. Das gefiel mir nicht, da ich von Freunden aus Köln wusste, dass es auch besser geht. Ohne feste Stationen, ohne vorherige Buchung. Einfach App öffnen, das nächste Auto suchen, öffnen, fahren, am Ziel abstellen, fertig. Die coolen Kids nennen das Free-Floating.

Nichtsdestotrotz habe ich mich bereits im letzten Jahr bei teilAuto registriert, aber im Januar das erste Mal massiv genutzt. Einerseits für den Transporter für das erwähnte Architects-Konzert, andererseits für das Loswerden angesammelter Pfand- und Glasflaschen, sowie dem Austausch leerer Getränkekästen gegen volle. Und seitdem teilAuto mit den sogenannten Cityflitzern auch ein Free-Floating-Angebot hat, nutze ich es regelmäßig.

Und sonst so?

Das brachte der Januar. Wie gesagt, ich habe erstmal damit zu tun die bisherigen Monate aufzuholen. Anschließend wird das hoffentlich eine regelmäßige, monatliche Kiste. Wenn nicht, habe ich es wenigstens versucht.

Ach ja, es hilft sicherlich, wenn ihr Interesse heuchelt und mir regelmäßig gut zusprecht und vorgebt auf die diesmonatige Zusammenfassung zu warten. Your turn!

10. Juni 2018