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Und sonst so – März 2018

tl;dr: Außer Neuseeland und 2 Konzerten nicht viel los

Da sind wir nun, im neuen Jahr, voller Optimismus, dass diesmal wirklich alles anders und besser und sowieso wird. Auch ich komme nicht drum rum, mir mal wieder vorzunehmen mehr zu bloggen. Da ich den kompletten Januar zuhause bin, stehen die Chancen gut, dass sogar einen Monat lang etwas daraus wird. Mal sehen ob ich Anfang Februar tatsächlich jedem Monat des Vorjahres einen Artikel gewidmet haben werde 🤞

Neuseeland

Den Großteil des Märzes habe ich auf der anderen Seite der Welt verbracht. Es sind zu viele Dinge passiert um dem mit ein paar Absätzen gerecht werden zu können. Es war definitiv eine der schönsten Zeiten meines Lebens. Komplett raus aus dem Alltag, das Leben passiert einen halben Tag verschoben zur Heimat und es geht nur ums Erleben eines wunderschönen Flecks Erde.

Hach
Hach

Im Februar-Artikel erwähnte ich bereits, dass ich in einem eigenen Artikel ausführlicher etwas dazu schreiben werde. Darum zum Stillen des ersten Appetits ein paar Highlights:

4 Autos in 3 Tagen

Nachdem der Mietwagen in Neuseeland abgegeben wurde und der Rückflug überstanden war, hielten wir es für eine gute Idee spontan noch auf ein Konzert zu gehen. Auch um länger wachzubleiben und somit die Auswirkungen des Jetlags im Rahmen zu halten. Da besagtes Konzert im fucking Haus Auensee stattfand, musste ein Teilauto gemietet werden. Zum Konzert selbst gleich noch etwas mehr.

Den Tag drauf wollte der leere Kühlschrank wieder gefüllt werden. Da das Auffüllen der Getränkekisten ebenfalls nötig war, wurde Auto Nummer 3 gemietet, diesmal ein Cityflitzer. Und um das vierte Auto in 3 Tagen vollzumachen habe ich nach einem wiederum eher spontanen Konzertbesuch den Rückfahrer gespielt.

Ich bezweifle zwar, dass ich dadurch Anspruch auf irgendwelche Awards erhalte, aber ich fand die Feststellung doch recht belustigend.

Marteria

An Hip-Hop komm ich nach wie vor eher schwer ran. Marteria habe ich durch meine bessere Hälfte lieben gelernt. Nachdem ich den Kerl schon 2x live erleben durfte, fiel der Leipzig-Auftritt eigentlich für uns flach, da wir genau an dem Tag aus Neuseeland zurückkommen sollten und ungern auf unser Durchhaltevermögen an diesem Tag wetten wollten.

Im Vorfeld der Reise wurde uns gesagt, dass wir unbedingt den ersten Tag bis Abends durchhalten müssen, dann würde Jetlag kein Thema sein. Wir hatten das befolgt und gute Erfahrungen damit gemacht. Dementsprechend brauchten wir nach der Rückreise etwas, das uns bis abends wach hält. Da schien ein Konzert nicht das Verkehrteste zu sein.

Das Problem der nicht vorhandenen Tickets klärte sich dank Facebook sehr schnell. Bis dahin ist an mir vorbeigegangen, dass in den Facebook-Veranstaltungen zu solchen Konzerten viele Leute ihre Tickets noch loswerden wollen, da sie spontan eben doch nicht hin können. Gold wert in diesem Fall!

Das Konzert selbst war erwartet großartig. Tatsächlich waren die spontan erworbenen Tickets für die Tribüne, was eine nette Abwechslung war. Der Blick von dort oben ist allerdings nur gut, wenn man entweder sehr weit vorn steht (❌) oder größer als die meisten Mittribünenden ist (✅).

Hüpfaction
Hüpfaction

Das Haus Auensee klingt halt nach wie vor scheiße, aber bei so beatlastigem Zeugs mit Sprechgesang wirkt sich das weniger aus, als bei schrammelnden Gitarrenwänden mit Screaming-Einlagen. Von daher auch hier ein Daumen nach oben. Die Meute war ebenso gut dabei. Durch und durch gelungen also.

Parkway Drive

Wir schreiben den Tag danach. Das Clubkonzert von Parkway Drive – einer meiner absoluten Lieblingsbands – hatte ich eigentlich relativ früh abgeschrieben.
Grund 1: Chemnitz statt Leipzig. Als Leipziger ist man schnell verwöhnt, wenn es um die Distanz zwischen den eigenen 4 Wänden und der Konzert-Location geht.
Grund 2: ähnlich wie bei den Marteria-Überlegungen war nicht abzusehen, wieviel Erholungszeit vor dem Start in die Arbeitswoche notwendig sein würde.
Grund 3 und Hauptgrund: die Band macht mittlerweile komische Musik. Das 2015er Album lag mir nicht, die damals neuen Singles bestärkten mich in meiner Aversion.

Auf dem Rückflug las ich aber die Setlists der zu dem Zeitpunkt bereits stattgefundenen Konzerte dieser Clubtour und fand heraus, dass sie ungewöhnlich viele alte Schinken spielten. Das 2007er Album Horizons ist für mich bis heute eine der besten Platten, die je meine Ohren erreichten. Es war abzusehen, dass das eine einmalige Chance war, diese Band in einem so kleinen Club (AJZ Chemnitz) mit so vielen alten Songs noch mal zu erleben – fast ein Ding der Unmöglichkeit. Ich würde es bereuen, dort nicht hinzugehen.

Also kurzfristig noch 2 Leute mobilisiert. Die Tickets fanden diesmal dank eBay-Kleinanzeigen den Weg in meine Hände. Und was soll ich sagen, es war genauso gut wie erwartet. Leider startete die Veranstaltung etwas früher als angedacht, so dass wir von der Vorband Polar nur noch sehr wenig sahen. Schade. Aber Parkway Drive waren mega, die Meute irgendwann müde, aber die Stimmung war gut.

Es folgt ein Enno-Suchbild. Hinweis: bärtige Grinsebacke mit schwarzem Archicap™, jedoch – und das gestehe ich zu meiner Schande – ohne rotes Glumanda-Shirt:

Enno-Suchbild
Enno-Suchbild

Für mich war es echt eine Art Abschiedsfeier, ein Zelebrieren der Songs, die die Jungs bis 2012 veröffentlicht haben. Nicht, dass sie Einzelne davon nie wieder spielen werden. Aber die Auftritte bei Rock am Ring und dem With Full Force im weiteren Verlauf des Jahres haben gezeigt, dass die Band kein großes Interesse mehr daran hat, ihrem alten Sound zu fröhnen. Aus Musikersicht verständlich, aus Fansicht schade. Darum war dieses Konzert für mich ein krönender Abschluss der alten Diskographie. Und ein Zeichen, dass ich alt werde.

Und sonst so?

Ansonsten ist wirklich nicht viel passiert. Wir haben uns mehrmals mit Freunden getroffen. Zum Billardspielen, Darten und der ersten Sneak Peek in meinem Leben. Beim Billard bin ich genauso schlecht wie eh und jeh. Meine als Bube im Dorfverein aufgebauten Dart-Skillz sind leider auch eingerostet. Jedoch hatte nach dem Spiel niemand einen Pfeil im Kopf stecken, man soll die Dinge ja positiv sehen.

Sneak Peeks sind nicht meins. Dabei handelt es sich um die Vorschau eines Kinofilms, den man vor dem offiziellen Start sieht. Allerdings weiß man nicht, um welchen Film es sich dabei handelt. Man kann also einen Glücksgriff landen oder massiv ins Klo greifen. Unser Film war irgendwo in der Mitte. Titel? Vergessen. Handlung? Auch vergessen. Ich erinnere mich aber an die eher mäßige Begeisterung aller Beteiligten, weswegen ich auch Probleme habe mich für eine Wiederholung des Unterfangens zu begeistern.

Soviel zum März. Momentan beschäftige ich mich viel mit kabellosen Kopfhörern nach dem Vorbild der AirPods von Apple und werde meine Erfahrungen diesbezüglich niederschreiben. Danach geht’s weiter mit dem Best Of April, u.a. mit einer weiteren Sneak Peek 😱, einem Videodreh und meiner alljährlichen Abkehr von Twitter. Read ya ✌️


  1. Es ist kompliziert. Die deutschen Glühwürmchen beschreiben Käfer, die Übersetzung glow worms meint aber eine in Neuseeland beheimatete Mückenart.

4. Januar 2019