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Wenn Worte meine Sprache wären. Oh wait...

tl;dr: Wirklich gut geschriebene Texte sind rar. Glaube ich. Aber man kann's ja mal versuchen.

Diese Situationen, in denen viele Worte geschrieben werden sollen, aber nicht wollen. Kennt ihr das? Gut. Ich nicht. Ich hatte in der Tat selten damit zu kämpfen, viele Worte zu schreiben. Das Gegenteil ist der Fall. Ich bekam deftige Probleme, als meine Englisch-Lehrerin im vorletzten Schuljahr anfing, eine Wortbegrenzung für einzelne Aufgaben einzuführen.

Nicht nur zu Schulzeiten, nein, auch heute schreibe ich noch gern. Zugegebenermaßen i.d.R. viel zu viel. Treffende Worte zu finden ist eine Kunst. Wirklich bewusst dürfte das jedem werden, der sich einmal mehr oder weniger ernsthaft am Songwriting versucht hat. Die innere Gefühls- und Gedankenwelt ist wirr. Und jetzt hat man ein Blatt Papier vor sich, das mit diesen Dingen im viel zu engen Rahmen von 2 Strophen, Refrain und Bridge gefüllt werden will. Nun muss das Resultat aber auch in eine Melodie zu verpacken sein, wodurch die potentielle Wortanzahl nochmals gehörig verringert wird. Nicht so einfach. Und dennoch gibt es solche Menschen, denen das immer wieder zu gelingen scheint.

Ich schreibe gern, ich schreibe viel. Ich will aber auch gelesen werden. Dementsprechend versuche ich zu lernen. Nicht aktiv, aber ich versuche es. Durch Lesen der Texte von Schreiberlingen, die es drauf haben. Und durch Übung, was vermutlich der Grund dafür ist, dass dies hier Blog Numero 3 ist, auf dem meine Wenigkeit halbwegs regelmäßig die Tasten malträtiert.

Viele der Zeilen, die ich täglich lese, sind in englischer Sprache verfasst. Das hängt vermutlich damit zusammen, dass die Menge an Menschen, die der englischen Sprache mächtig sind, verdammt groß ist – und somit auch die Wahrscheinlichkeit für die Existenz guter Texte. Pure Statistik. Mir als Non-Native-Speaker fällt es allerdings verhältnismäßig schwer die Qualität der Texte zu bewerten. Klar, ich merke am Ende welche Informationen ich aus dem Text ziehen konnte. Aber um zu beurteilen, ob die Worte nun besonders weise gewählt wurden, fehlt mir einfach das nötige Sprachgefühl, schätze ich.

Anders verhält es sich bei deutschen Texten. Ich schreibe seit der 2ten Klasse. Genauso lang gibt es Mitmenschen, die mein Geschriebenes lesen und mir sagen, was zu verbessern ist. Mittlerweile glaube ich zu wissen, wie ich meine Schreibe einzuschätzen habe. Entsprechend weiß ich um die Schwierigkeit, die im Schreiben guter Texte steckt. Das ist wohl der Grund, weswegen ich sehr leicht durch gut geschriebene Texte zu beeindrucken bin. Und genau diese Faszination für gut gewählte Worte kam beim Lesen der Texte von Fräulein Quadratmeter auf.

Dabei ist es nicht – wie bei anderen Blogs, die ich lese, üblich – die Informationsfülle, die den Blog für mich so wertvoll macht. Vielmehr ist es die Schreibe an sich, die Meinung und Geschichten so zu verpacken weiß, dass sie auch mich als Nicht-Buchleser zu begeistern vermag. Hach…

Wer mehr derart gut geschriebene Blogs für mich hat – und ich bin mir sicher, dass es sie da draußen gibt – darf mir gern ein paar Links dalassen :)

Disclaimer: die Zeilen habe ich vor ziemlich genau einem Jahr niedergeschrieben. Mir war danach, das jetzt einfach ungefiltert rauszuhauen.

24. August 2013